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Eng ists geworden. Und lang her seit dem letzten Blogtext. Aber das macht ja nix. Gefickt wird nach wie vor. Heftig, laut und zynisch. Oder habt ihr schonmal ne Nutte beim Abkassieren "Hallelujah!" rufen hören?!

Wohnt in eurer Nähe auch so ein Arschloch, dass sich Haustiere hält? Hühner zum Beispiel, mit Hahn dazu? Der jeden möglichen Moment seines Lebens damit verbringt, die Nachbarschaft mit seinen lauthals vorgetragenen Exkrementalorgien zuzumüllen? Habt ihr euch nicht auch schonmal alle gewünscht, dass in solchen Momenten pränatal bezahlbare Auftragskiller in eurer Nähe wohnen, die sich solcherlei Problemen im Urlaub vermittels Trinkgeld gerne annehmen, um für die allgemeine Friedensstimmung die nötige Ruhe wieder aufleben zu lassen, indem der verantwortlich zu machende Gockel seines Halses durchtrennt wird und damit seines Kopfes verlustig geht? Und könnte man dieses Prinzip nicht auch auf Seehofer, Merkel, den gockelhaltenden Nachbarn, Putin und andere... äh... anwenden...?! Aber lassen wir das!

Warum hats eigentlich solange bis zum nächsten aktuellen Blogtext gedauert? Ja seht euch doch mal um! Nichtmal Massengeschmack kann dafür sorgen, jemanden am Leben zu erhalten, ohne dass irgendeine Ampel dauerhaft auf Rot steht. Und was lernen wir schon im Verkehrskindergarten? Bei Rot stehen, und nur bei Grün gehen! Aber gewisse Leute übergeben sich trotzdem ständig in ihre Mikrofone und betteln um Kohle, obwohl man ihnen schon ewig vorher geraten hat, einfach mal als Schuster bei seinem Leisten zu bleiben! Jetzt Mitleid?! Nö!!! Rot Rot Tot! Gute Nacht ihr Sorgen! Insolventia Vulgaris Mirabilis! Amen!

Und dann diese Tretminen! Überall liegen sie rum! In Syrien, in Afghanistan, auf den Golanhöhen und in der Ukraine. Selbst hier bei uns! Nur heissen sie bei uns anders und wirken auch anders! Hundescheisshaufen reloaded!

Ich hatte ja selbst vor Jahrhunderten mal so nen Köter. Der hat unaufgefordert irgendwo seine Hinterlassenschaft für die Schmeissfliegen dieser Welt abgeseilt und sich damit unsterblich ins Genmaterial von Milliarden Exkrementalliebhabern gehustet. Und ich hatte ihn immer an der Leine. (Oder an der Ruhr. Oder am Neckar. Den Gag versteht man eh nur durch Hinterfragen und Rollenlassen des Groschens...)

Mein Hund! So gross wie Mannheim. Meine damalige Heimat. Wenn sich der Hund über etwas erregt sah, wedelte er generalstabsmässig und rasseunabhängig mit seinem Schwanz. Nun ist mir leider nicht bekannt, wer bei meinem Hund so alles seine Rute einfach mal so zum Zeitvertreib reingehalten hat und wie sich das im allgemein herrschenden Urinalstau sowie vorgehaltener winnetouscher Silberbüchse in den ausgehenden Siebziger Jahren sexuell auf die Erzeugung meines bellenden Leinenendes auswirkte... Fakt ist jedoch, dass sich das Wahrnehmen eines freudespendenden Ereignisses durch die Sinne meines Hundes bis zur Umsetzung im Wedeln seines Schwanzes aufgrund seiner Körpergrösse bis zu einer Minute hinziehen konnte.

Das heisst im Grunde nix Anderes als: Mein Hund freute sich immer über Dinge, die für den normalen Betrachter längst vergangen waren. Das focht meinen Köter aber nicht an, im Gegenteil. Wenn er eines ihn erfreuenden Ereignisses gewahr wurde, überkam ihn im Allgemeinen immer das Anliegen eines Zugvogels... nämlich sich schnurstracks zum Anlass der Freude hinzubewegen. Mir blieb dann aufgrund unterlegener Körpergrösse und demzufolge auch unterlegenen Gewichtes nix anderes übrig, als meinem Hunde im Fluge zu folgen. Man kann also sagen, dass mich dieses bellende Strassenköterfickkonglomerat wie ein Drachen steigen liess, während er sich mehr oder weniger direkt auf den Anlass seiner Freude zubewegte. Meistens war dies eh ein Baum, der wahrscheinlich schon mehr als 100 Jahre an derselben Stelle stand und keine Anstalten machte, sich aus irgendeinem Grunde fortzubewegen. Meinem Hunde war dies allerdings wurscht. Er sagte sich wohl, dass der Baum ja auch durchaus von jetzt auf gleich beschliessen könnte, auszuwandern, oder in der nächsten Baumschonung an irgendeiner Raveparty mit XTC Düngung teilzunehmen. Und das könne nur noch dadurch verhindert werden, den Baumstamm mit bewegungshemmendem Hundeurin zu benebeln.

Tjoah. So bewegte sich also mein Leinensklave auf den Baum zu, mit mir in leichtem Segelflugmodus im Schlepptau, wobei ich die Thermik ausnutzte, um nicht an Pflastersteinen, Grashalmen oder umherirrenden Fussgängern zu zerschellen. Nun brach sich jedoch in meinem Vierbeiner eine neue Erkenntnis Bahn, denn offenbar war ein anderes vierbeiniges Bellwesen in der Nähe aufgetaucht, was meinen stadtgrossen Wauzi zu einem abrupten Stimmungs- sowie Richtungswechsel veranlasste. Da ich mich nun am anderen Ende der Leine jedoch gerade im Auftrieb befand und mangels Bodenhaftung jeglicher Möglichkeit der Zielanflugsveränderung verlustig ging, war die Aussicht auf ein plötzliches Ende meines Freifluges immanent. Ich zerschellte mit einem ordentlichen Krachen am Baume meines Vertrauens und stellte fest, dass es sich aufgrund der Weissheit der Rinde wohl um eine Birke handelte, bevor mir schwarz vor Augen wurde.

Ich erwachte, leidlich erfrischt und vom Hunde befreit, bei einem Förster, der meinen Waldi wohl als Zielscheibe für seine Schiesskünste erwählt hatte. Nicht wenig dankbar, erhob ich mich zerdellten Hauptes und fristete fortan ohne knochenverscharrendes, katzenjagendes, briefträgerhassendes Fellknäuel mein Dasein.

Ich habs nie bereut.

Das solltet ihr auch tun, egal wo ihr haust. Und so sehens auch die Ausserirdischen.

Mahlzeit.

_________________
In loving Memory of Flachzange 1966 - 2016


www.divine-ascension.de
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Kommentare

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Oliver Kalkofe hat bereits 1998 recherchiert warum Ausserirdische nie bei uns landen würden:

Gotthilf Fischer:
Ich melde mich aus dem Andromedanebel und da gründe ich einen Andromedanerchor, das wird was goldiges werden, kann ich euch sagen. Und nun würde ich sagen: Andromedanerchor und ihr "Zimmer frei!" lasset uns zusammen singen:
Nach Hause, nach Hause, nach Hause gehn wir nicht, nicht, nicht, nicht!
Nach Hause, nach Hause, nach Hause...
Kalkofe:
Das Jahr 2001 ist zwar noch nicht angebrochen, aber der WDR hat trotzdem schon mal sein erstes Raumfahrtprojekt gestartet - tja, was soll man sonst auch machen mit den vielen GEZ-Gebühren? Also das hier ist Nummer Eins: Der Gotthilf-Fischer-Monolith - Raumschiff Fischerprise sozusagen. Offiziell ist das nur gedacht als so eine Art endgültige Entsorgung von nervenden Künstlern, die man anders einfach nicht mehr los wird. Aber hauptsächlich wirkt es als Abschreckung gegen Außerirdische. Denn wenn die Aliens den durchgeknallten Flusenkopp hier schweben sehen und spätestens drei Minuten nach dem Erstkontakt gezwungen werden, mit ihm zusammen "Auf der schwäbschen Eisenbahn" im Kanon zu singen, dann haben die mit Sicherheit von der Erde derartig die Schnauze voll, dass sie mit Vollgas in ihre Ecke des Universums zurückkacheln und uns für immer in Ruhe lassen. Denn wenn die Botschaft heißt "Ihr könnt die Erde gern erobern, aber dann habt ihr auch auf ewig die bekloppten Schwaben am Hacken" - wer würde da wohl nicht abhauen, hm?

Unser TV-Programm tut sein übriges für die intergalaktische Abschreckung! alien
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Flachzange schrieb:Nichtmal Massengeschmack kann dafür sorgen, jemanden am Leben zu erhalten, ohne dass irgendeine Ampel dauerhaft auf Rot steht.

Solange sich an der Mittelmässigkeit der neuen Magazine nichts ändert, wird die Ampel noch lange rot zeigen, nur die Hardcorefans wollen die Krise bei MGTV nicht sehen.
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